So, neben dem ganzen Lernstress haben wir uns gestern was gegönnt und sin in Dettelbach ins Kino in dieses Vorpremiere-Ding von “Indiana Jones und das Köngreich des Kristallschädels”.

Gut, grob zur Handlung:
Indiana Jones (es tat so weh zu sehen, wie meine große Liebe so gealtert is *sniff*) wird zum Anfang des Films (spielt 1957) aus einem Auto gezerrt und soll irgendwelchen Russen helfen, ein bestimmtes Artefakt zu finden. Natürlich bringt Indy in üblicher Manier extrem geschickt aus, überlebt eine Atombombe im Kühlschrank und dergleichen, bis er vom FBI aufgegriffen wird.
Das FBI beschuldigt Indy, den Russen zu helfen, weshalb Indy erstmal wegen des Verdachts auf ein Agenten-Dasein seinen Job als Lehrer verliert. Hier erfährt man, dass alte Bekannte wie Indys Vater Henry Jones und Marcus Brody bereits tot sind. Indy möchte nun das Land verlassen (u.a. überlegt er nach Leipzig zu gehen… was will der denn in der DDR -.-), wird aber dann von Mutt Williams, so einem jungen Möchtegern-Rocker, dazu überredet ihm zu helfen. Mutt hat einen Brief für Indy, in welchem Indy erfährt, dass sowohl Mutts Mutter als auch ein alter Bekannter names Dr. Oxley in Schwierigkeiten stecken. In dem Brief ist die Rede von einem Kristallschädel, welche alte Indy-Fans eventuell noch kennen dürften 
Also machen sich Mutt und Indy auf den Weg nach Peru, um Dr. Oxley zu besuchen - der wurde in Peru wegen geistiger Umnachtung für verrückt erklärt und in einer Zelle eingesperrt. Als die beiden ankommen, ist Oxley nicht mehr in der Zelle, hat allerdings aber mehr oder weniger eindeutige Hinweise hinterlassen, was es mit dem Kristallschädel auf sich hat.
Mutt und Indy reisen weiter nach Mexico und finden in einer alten Grabkammer dann erstmal den erwähnten Kristallschädel (der, mit Verlaub, gut nach Plastik aussieht, von der Alien-Form ganz zu schweigen). Dieser wird den beiden direkt nach Verlassen des Grabes von den Russen jedoch wieder abgenommen, und sie werden gefangen genommen.
Im Lager des russischen Militärs treffen Mutt und Indy auf Dr. Oxley und Mutts Mutter - diese ist Marion Ravenwood, die Kneipenbesitzerin und Indy-Girl aus… öhm… den Indy-Film mit der Bundeslade, dessen Name mir grad nich einfällt ^^
Indy muss sich auf Zwang dieser russischen Agenten-Trulla dann einem Test unterziehen, welcher es ihm ermöglicht, mit dem Schädel zu kommunizieren. Nach dem Test gelingt Marion, Mutt, Indy und Oxley fürs erste die Flucht, jedoch werden sie schnell wieder gefasst, da Indy und Marion in einer Sandgrube stecken bleiben. Hier erfahren sowohl Indy als auch der geneigte Zuschauer, dass Indy der Vater von Mutt ist.
Der Kristallschädel muss zurück zu seinem Herkunftsort - irgendeine Maya-Stadt aus purem Gold, Name keine Ahnung - gebracht werden. Also bricht das russische Militär mit ihren Gefangenen auf. In alter Indy-Manier gelingt es den Gefangenen jedoch wieder, auszubrechen, in die legendäre Stadt und schließlich auch in den Tempel zu gelangen, wo 13 seltsame Skelette (haben so Alienform) auf ihren Sitzen thronen.
Und wie üblich, werden sie an dieser Stelle wieder von den Bösewichten eingeholt, welche den 13ten Schädel zum bis dahin kopflosen Skelett zu bringen. Dies setzt die Kraft der Skelette frei, und sie möchten den Menschen zum Dank etwas schenken. Irina, die russische Oberanführergöre, wünscht sich das Wissen der Welt - is aber anscheinend zu viel für so nen kleinen Mädchenkopf, und die Dame geht in Flammen auf.
Wie üblich stürzt der Tempel ein, und wie üblich können sich Indy und seine Mannen retten.
Später bröckelt der Boden auf, ein UFO schwebt davon, und das Tal wird geflutet.
Wieder daheim, heiratet Indy Marion und erhält seinen Job zurück.
Soweit zur Geschichte des Films. Hier noch die Rollenbesetzung der wichtigsten Leute:
Harrison Ford - Indiana Jones
Cate Blanchett - Irina Spalko
Karen Allen - Marion Ravenwood
Shia LaBeouf - Mutt Williams
John Hurt - Professor Oxley
Nun zu meiner Meinung des Films: Der Film war gut. Der Film war abgedreht, aber gut. Aber es war kein Indy-Film. Der erste Schock kommt erstmal, wie bereits erwähnt, wenn man sieht wie alt und klapprig Indy geworden ist. Marcus und Henry Jones fehlen (und wo zum Teufel is Shorty? ^^). Dann die Sache mit der Atombombe und dem Kühlschrank. Mutt hatte mich am Anfang tierisch genervt mit seinem coolen Getue, zum Glück hat das dann nachgelassen. Die Anti-Kommunisten-Affen im Dschungel, die Mutt aus irgendnem Grund helfen und die Russen angreifen. Die fleischfressenden Ameisen, die so intelligent sind, sich zu stapeln um ans Ziel zu kommen. Dann der Kristallschädel - der sah im alten Film irgendwie ganz anders aus, weniger nach Alien und so ^^ Dann allgemein dass Aliens vorkommen… und der Oberhammer war ja sowieso am Schluss das UFO, welches “in eine andere Dimension” davontuckert. Ich weiß nich was ich dazu sagen soll, außer dass der Film mein Herz zum Bluten gebracht hat.
Mystisches Zeug hin oder her… gegen “0815-Mythen” wie den Heiligen Gral, die Bundeslade oder sonstwas hab ich nichts.
Aber versuchen, das altbewährte Indy-Konzept mit so einer gequirlten Scheiße wie UFOS und Aliens ins Moderne zu ziehen, ist schon ne Frechheit. Man merkt richtig, wie verzweifelt versucht wird, Indy ans Moderne anzupassen und eine größere Zielgruppe anzusprechen. Von den Lachnummern mal ganz abzusehen… Indy-Filme hatten früher diese kleinen witzigen Stellen, weil Indy ja in gewisser Weise n bissl n Anti-Held is, aber in “Königreich des Kristallschädels” werden zwanghaft laufend Witze gerissen, manche zwar ganz lustig, manche aber ziemlich überflüssig. Die “Kämpfe”, sag ich mal, sind in typischer Indy-Manier gehalten, da gibts nix zu motzen.
Im Großen und Ganzen also, wie gesagt, n halbwegs guter Film, nur kein Nachfolger für alte Indiana Jones-Filme.
Offensichtlich seh nich nur ich des so - hier zwei Kritiken über den Film, die ich eben bei Wikipedia noch gefunden hab:
* Tobias Kniebe stellte in der Süddeutschen Zeitung fest, wenn der Film schließlich Fahrt aufnehme, dann sei fast alles wie immer und man habe „doch einigen Spaß“. Kniebe vermisste an dem Film jedoch „dieses geniale Funkeln, (…) es fehlt einfach“. Dafür entdeckte Kniebe „Plattheit“, „Sentimentalität“ und „New-Age-Außerirdischen-Mystizismus“, was kein Ersatz sei. Zudem wunderte sich der Autor über einen Dialog, in dem Indiana Jones von seiner Überlegung berichtet, nach Leipzig zu ziehen und dort zu lehren: „Weiß er, dass Leipzig im Jahr 1957 in der sogenannten DDR liegt? Erwägt er ernsthaft einen Wechsel der Systeme, hat das FBI sogar recht mit seinen Verdächtigungen unamerikanischer Umtriebe?“ Doch auch dieser Handlungsfaden verlaufe „im Nirgendwo“.
* James Berardinelli sah in dem vierten Teil den „leblosesten der Serie“. Selbst ohne Berücksichtigung seines „eindrucksvollen Stammbaumes“ sei das Werk ein „Fehlschlag“ und „schlicht kein guter Kinofilm“. Immerhin habe das Königreich des Kristallschädels mit der Reaktivierung von Karen Allen als Marion Ravenwood „eine Sache richtig gemacht“. Auch Harrison Ford habe keine Probleme, wieder in die Rolle des Indiana Jones zu schlüpfen. Steven Spielbergs Regie sei jedoch „lustlos“; und George Lucas wisse zwar einiges darüber, wie man Fans mit der Wiederbelebung einer Filmserie nach langer Pause enttäusche, hier habe er jedoch „ein schlimmeres Verbrechen als an Krieg der Sterne begangen“.
gemobbst von Wikipedia